Heuschnupfen gehört zu den häufigsten Allergien in Deutschland. Das Immunsystem reagiert dabei auf Pollen von Bäumen, Gräsern oder Kräutern. Je nach Pflanze kann die Pollensaison schon im Winter beginnen und bis in den Herbst dauern.

Typische Anzeichen

  • Niesen und eine laufende oder verstopfte Nase
  • Juckende, gerötete oder tränende Augen
  • Juckreiz im Hals, Mund oder in den Ohren
  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit

Weniger Pollen im Alltag

Am wichtigsten ist es, den Kontakt mit Pollen zu verringern. Diese Tipps können helfen:

  • Pollenflug im Blick behalten: Pollenflugvorhersagen gibt es zum Beispiel beim Deutschen Wetterdienst oder in Wetter-Apps
  • Richtig lüften: Auf dem Land ist die Pollenbelastung morgens zwischen 4 und 8 Uhr besonders hoch, in der Stadt eher abends zwischen 18 und 24 Uhr. Lüften Sie zu den anderen Zeiten – nach Regen ist die Luft meist pollenärmer
  • Haare abends waschen oder gründlich ausbürsten, damit keine Pollen aufs Kopfkissen gelangen
  • Kleidung wechseln, wenn Sie nach Hause kommen, und getragene Kleidung nicht im Schlafzimmer ablegen
  • Wäsche drinnen trocknen, damit sich keine Pollen darin sammeln
  • Im Auto die Fenster geschlossen halten und einen Pollenfilter nutzen, der regelmäßig gewechselt wird
  • Feucht wischen und regelmäßig saugen, am besten mit einem Staubsauger mit HEPA-Filter
  • Rasen mähen lassen – Mähen wirbelt viele Pollen auf

Für den Urlaub

Wer kann, plant den Urlaub in der Hauptsaison in pollenärmeren Regionen, etwa an der Küste oder im Hochgebirge.

Ihre Apotheke kann helfen

In der Apotheke erhalten Sie Beratung zu Mitteln gegen die Beschwerden, zum Beispiel antiallergische Tabletten (Antihistaminika), Augentropfen oder Nasensprays. Fragen Sie nach Präparaten, die nicht müde machen, wenn Sie Auto fahren oder konzentriert arbeiten müssen.

Wann zur Ärztin oder zum Arzt?

Lassen Sie sich ärztlich beraten, wenn die Beschwerden stark sind, trotz Mitteln aus der Apotheke nicht besser werden oder wenn Atemnot oder pfeifende Atmung auftreten. Ärztinnen und Ärzte können auch klären, ob eine Hyposensibilisierung (spezifische Immuntherapie) für Sie infrage kommt.

Nahrungsergänzungsmittel sind keine Behandlung für Heuschnupfen. Bei Beschwerden ist die Apotheke die beste erste Anlaufstelle.

Weitere Tipps finden Sie zum Beispiel bei der Techniker Krankenkasse.